Fraktion vor Ort: Hoher Besuch aus Stuttgart im Biberacher Finanzamt

Veröffentlicht am 18.09.2011 in Landtagsfraktion

Arbeitsgespräch der Finanzexperten im Biberacher Finanzamt

Verbesserungswünsche beim Neubau des Finanzamtes, der Einsatz der zusätzlichen Steuerprüfer und die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter waren Schwerpunktthemen beim Besuch der SPD-Landtagsabgeordneten im Biberacher Finanzamt.
„Wir können uns nicht erinnern, dass je so hoher Besuch hier war“, freute sich Dr. Karlheinz Maier, Amtsleiter des Finanzamtes Biberach, über den Gesprächstermin mit Ingo Rust (Staatssekretär im Finanz- und Wirtschaftsministerium) und Klaus Maier (finanzpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion). „Unser Besuch ist Anerkennung und Wertschätzung für Ihre Leistungen. Bitte geben Sie diesen Dank auch an Ihre Mitarbeiter weiter“ begründete Rust den Fraktion-vor-Ort-Termin im Biberacher Finanzamt unter Begleitung des parlamentarischen Beraters Martin Körner und der stellvertretenden Kreisvorsitzenden Dagmar Neubert-Wirtz.

„Wenn wir schon bauen, dann so, dass es für die Arbeitsabläufe optimal ist. Wir investieren nicht 7,5 Millionen Euro, wenn wir jetzt schon so gravierende Mängel sehen“, nahm sich Rust der Anregungen von Sachgebietsleiter Kehm an. Dieser hatte angeregt, beim Neubau des Biberacher Finanzamtes ab Herbst 2012 eine Kundentoilette zu berücksichtigen, die bei telefonischen Anfragen notwendigen Akten im gleichen Stockwerk statt im Keller aufzubewahren und die Anzahl der Parkplätze nicht zu halbieren. Nicht mal die Hälfte der Akten passten bei derzeitiger Planung ins Gebäude, verdeutlichte der stellvertretende Amtsleiter Helmut Bosler den Wunsch nach mehr Mitbestimmung derer, die später im Neubau ihren Arbeitsplatz finden.
Oberfinanzpräsidentin Andrea Heck lobte die in Biberach überdurchschnittliche Produktivität bei der Bearbeitung der Steuerfälle. Die Sachgebietsleiter mahnten gegenüber den politisch Verantwortlichen mehr Ausbildungsplätze an, um die kommende Pensionierungswelle aufzufangen. Sie setzten sich auch für attraktivere Arbeits- und Entgeltbedingungen für die Mitarbeiter ein, um möglichen Abwerbungsangeboten und dem Beförderungsstau entgegenzuwirken. Auch die optimale Verwendung der im Koalitionsvertrag vereinbarten und bereits teilweise umgesetzten zusätzlichen Steuerprüfer wurde diskutiert. Aufgrund der Haushaltslage konnte Rust hier kurzfristig keine großen Sprünge versprechen. „Aber wir wissen, dass jeder Finanzbeamter seine Personalkosten selbst erwirtschaftet“, machte er Hoffnung auf mittelfristige Besserung.
Zum Abschluss verdeutlichte Rust das Anliegen des Besuches im Biberacher Finanzamt: „Niemand zahlt gerne Steuern. Aber wenn, dann soll’s gerecht zugehen: jeder wird gleich behandelt, jeder wird gleich geprüft. Das wollen wir bewusst anders machen als die Vorgängerregierung“.

 

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