Haushalt 2015 Stadtwerke...

Veröffentlicht am 21.12.2014 in Kommunalpolitik

SPD-Fraktion

Haushaltsentwurf  2015 -  Stadtwerke Laupheim

Wasserversorgung:

Auch 2014 musste viel Geld in die Kanalsanierung investiert werden, was sich aber auf jeden Fall gelohnt hat, da der Wasserverlust generell gesenkt werden konnte.

Trotzdem gibt es auch für 2015 viel zu tun. Es geht um die weitere Absenkung des Wasserverlusts von immerhin 28,22% und den immer noch relativ hohen Nitratwert bei der Mühlbachgruppe Osu/Usu.

Trotzdem muss auch in 2015 nochmals viel Geld in die Hand genommen werden, um weitere Sanierungen zu stemmen und Wasser nicht weiter zu vergeuden. Nicht nur sanieren, auch investieren  lautet die Devise für 2015. Dafür nimmt die Stadt ebenfalls viel Geld in die Hand, das fremd finanziert werden muss – immerhin ein Betrag von 685.000€.

Der Grundwasserschutz ist ein wesentliches Merkmal der Wasserrahmenrichtlinien. Das Land kontrolliert im Stadtgebiet zwei und in OSU eine Messstelle. Wir wünschen uns eine Darstellung der Entwicklung dieser Messdaten im Wirtschaftsplan 2016.

 Neben den weiter anstehenden Kanalsanierungen muss das Wasserwerk, so schreiben Sie, Herr Rechle weiter „umgebaut“, das heißt den gestiegenen Anforderungen angepasst werden. Das kostet Geld, diese Schulden sind aber rentierliche Schulden, die sich nach Ihrer Aussage, Herr Rechle, am Ende des Jahres 2015 und ff rechnen werden.

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Stadtverkehr Laupheim:

Hier bahnen sich Veränderungen an, die wir im Moment noch nicht als Verbesserungen ansehen. Die Lösung scheint das Anruf-Sammeltaxi zu sein, das Fahrten auch zu schwachen Andienungszeiten kostengünstig ermöglichen soll. Wie wir lesen konnten, sind die Entscheidungen über einen attraktiven ÖPNV überregional getroffen worden, so dass der Einfluss der Stadt eher marginal ist und mehr oder weniger alles beim Alten bleiben wird. Wir sprechen noch nicht von einer Enttäuschung unserer Fraktion über die angepeilten Veränderungen, haben uns aber, das geben wir gerne zu, mehr versprochen.

Rein aus ökologischen Gründen ist ein ÖPNV dem ständig zunehmenden Individualverkehr vorzuziehen. Zusammen mit einem guten Radverkehrsnetz ließe sich die Mobilität der Laupheimer verbessern. Wichtig ist eine gute, verbesserte Vertaktung, denn dies bedeutet Komfort für die Bürgerinnen und Bürger und steigende Fahrgastzahlen.

Auch hoffen wir, dass die Haltestellen Stadtbahnhof und Westbahnhof besser vertaktet werden, und fragen Sie, Herr Rechle, was spräche denn gegen eine Bushaltestelle am Freizeitzentrum Risstal?? Das könnte den PKW-Verkehr stark eindämmen, wäre sicherer für die Radler und ergäbe auch hier wieder eine bessere Ökobilanz.

Will man dem Anruf-Sammeltaxi eine realistische Chance auf  Erfolg einräumen, ist mehr als nur eine Werbekampagne nötig. Da hoffen wir auf detaillierte Aussagen im Frühjahr, bevor der neue Fahrplan greift.

Parkhaus:

Manche warten dringend auf ein Parkhaus, egal wo es dann stehen wird. Wir sind der Meinung, dass der richtige Standort über den Erfolg der Nutzung entscheidet. Es ist auch interessant, dass es uns in den letzten drei Jahren noch nicht gelungen ist, den idealen Standort auszumachen. Es wäre aber wünschenswert, mit diesem Projekt weiterzukommen, da bereits seit einigen Jahren eine Million Euro eingestellt, das Projekt standortbezogen aber noch nicht einmal angedacht ist.

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Parkbad:

Zu diesem Thema gibt es von der SPD-Fraktion verschiedene Anträge. Sie betreffen einmal eine fundierte, durch Untersuchung der vorhandenen Bausubstanz gedeckte,  Kostenberechnung der Hallenbadsanierung. Hier haben Sie vorsorglich bereits Mittel eingestellt.

Zum anderen haben wir aber erneut wieder unsere Anträge zum Erhalt, der Pflege und Nutzung der denkmalgeschützten Freibadanlage gestellt.

Das Geburtstagsfest im Sommer hat sicherlich dazu beigetragen, dass  uns allen die Bedeutung dieses „Kleinods“  bewusst wurde. Deshalb sollten wir auf jeden Fall – neben der ganz großen, aufwändigen Sanierung  des Hallenbads - diese Anlage nicht vergessen.                            

                                                                        

Netze und Regenerative Energien:

Zusammengefasst stellen wir von der SPD-Fraktion dieses Jahr wieder gerne fest, dass die Entwicklung der Netzgesellschaften auch in 2015 eine „sichere Bank“ ist. Eine Herausforderung wird die Gründung einer Gesellschaft für erneuerbare Energien Laupheim sein, die in 2015 auf  der Tagesordnung steht.

Mit so einer Gesellschaft lägen wir im Trend, wir würden einen guten, vielleicht sehr guten Beitrag für die Umwelt leisten. Wir erhoffen uns gut ausgewählte und förderwürdige Projekte, deren Realisierung dem Handwerk in unserer Region ebenfalls zugutekommt.

Sollten wir die neuen Projekte erfolgreich in Angriff nehmen, würde dies wiederum einen Meilenstein für die Stadtwerke Laupheim bedeuten.

Hierfür wird ein Kredit in  Höhe von 200.000 € benötigt.

Wärmeversorgung

Der Eigenbetrieb Wärmeversorgung scheint auf einem guten Weg zu sein, nachdem das Blockheizkraftwerk nach einjährigem Stillstand  in 2014, wieder ordnungsgemäß funktioniert. Es ist weiterhin erfreulich, dass auch in dieser Sparte neue Kunden gewonnen werden konnten  und sich, auf längere Sicht gesehen, auch das Neudarlehn von 361.000 € amortisieren wird.

Unsere Fraktion bedankt sich gerne bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die für ein gutes, erfolgreiches Jahr 2014 gearbeitet haben. Wir hoffen auf ein gutes, gedeihliches Jahr 2015.

Vielen Dank.

 

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