Mitarbeiter sind das Kapital einer Firma

Veröffentlicht am 16.09.2011 in Landtagsfraktion

Am Rande der Klausurtagung der SPD-Landtagsfraktion in Biberach besuchten der Regierungsbeauftragte für Mittelstand und Handwerk, Peter Hofelich MdL und der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Hans-Peter Storz MdL, die Firma JaKo in Rot an der Rot, um sich über die Situation eines mittelständischen Unternehmens im oberschwäbischen Raum zu informieren.

Zunächst erfolgte eine kurze Vorstellung des Unternehmens durch die Geschäftsführer Bernd Jäger und Karl-Heinz Jäger. Dabei wurde deutlich, wie sehr sich das über 120-jährige Familienunternehmen in den letzten Jahren verändert hat: aus einer reinen Zimmerei hat sich ein modernes und strategisch ausgerichtetes Unternehmen entwickelt, das sich dem Thema Baudenkmalpflege sehr umfassend widmet. Das Angebot der JaKo Baudenkmalpflege reicht u.a. von der Restauration denkmalgeschützter Objekte vor Ort, bis hin zur Versetzung und Wiederaufbau ganzer Häuser und Objekte etwa für Freilichtmuseen. „Als wir die Zimmerei unseres Vaters übernommen haben, war es zunächst wichtig, althergebrachte Arbeitsabläufe zu modernisieren und dabei auch unsere Mitarbeiter mitzunehmen“, machte Bernd Jäger, im Unternehmen für den Vertrieb zuständig, deutlich. Überhaupt seien die Mitarbeiter das eigentliche Kapital der Firma, denn letztendlich lebe das Unternehmen von der Erfahrung und dem Engagement seines Teams. Folgerichtig bildet die Firma sowohl im technischen wie auch im kaufmännischen Bereich eigene Lehrlinge aus und hat hierbei mit ca. 10 Prozent eine sehr hohe Ausbildungsquote. Probleme, geeignete Bewerber zu finden, habe die Firma nicht. „Es ist wichtig, frühzeitig Kontakt zu den Schulen aufzunehmen und mit geeigneten Bewerbern ins Gespräch zu kommen“, machte Karlheinz Jäger, zuständig für den Bereich Finanzen und Controling, deutlich.
Beim anschließenden Rundgang durch die Montagehalle zeigten sich die Abgeordneten von den Dimensionen möglicher Projekte sehr beeindruckt. Ganze Häuser können witterungsunabhängig in der großen Halle zunächst aus großen Einzelteilen wieder zusammengefügt und dann restauriert werden. Das ähnele oft einem Puzzlespiel, berichtete Karlheinz Jäger. Dabei sei viel Fachwissen und Liebe zum Detail nötig. „Unsere Leute müssen viele Kenntnisse über alte Handwerkstechniken haben und die Fähigkeit, diese auch anzuwenden. Nur so können denkmalgeschützte Häuser auch wieder authentisch und detailgetreu aufgebaut werden“, machte Bernd Jäger deutlich.
Welche schönen Objekte dabei entstehen können, konnten sich die Abgeordneten Hofelich und Storz anschließend im Schauhaus anschauen. Dieses aus dem Raum Frankfurt stammende Haus wurde liebevoll restauriert und auf dem Firmengelände wieder aufgebaut. Der Regierungsbeauftragte für Mittelstand und Handwerk, Peter Hofelich MdL, zeigte sich beeindruckt von der Breite des Angebots und der strategischen Ausrichtung des Unternehmens. „Wir als politisch Verantwortliche müssen die Rahmenbedingungen und strukturellen Voraussetzungen dafür schaffen, dass Unternehmen wie dieses sich weiter entfalten und entwickeln können. Dabei spielt gerade im ländlichen Raum auch das Thema Infrastruktur und Mobilität eine wichtige Rolle.“ Der wirtschaftspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Hans-Peter Storz MdL, fasste den Besuch wie folgt zusammen: „Die Firma JaKo zeigt deutlich, wie sich gerade das traditionelle Handwerk weiterentwickeln und damit neue Marktchancen und Nischen erobern kann. Der sogenannte ländliche Raum rund um Biberach hat sich durch solche innovativen Unternehmen zu einer Vorzeigeregion Baden-Württembergs entwickelt“.

Quelle: Sabine Fohler

 

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