SPD Ochsenhausen-Illertal

 

Trauer um Erika Frank

Veröffentlicht in Allgemein

Die Biberacher Kreis-SPD und viele andere trauern um Erika Frank. Sie ist im Alter von 94 Jahren am Dienstag verstorben. Sie war als erste Frau überhaupt in den Biberacher Gemeinderat und Kreistag gewählt worden und gehörte jahrzehntelang dem Gemeinderat wie auch dem Kreistag an. "Mit Erika Frank verliert Biberach eine Frau, die vieles in der Politik hart erkämpfen musste, was heute selbstverständlich erscheint", so der Biberacher Bundestagsabgeordnete und SPD- Kreisvorsitzende Martin Gerster. 

An die Riß war die gebürtige Lausitzerin 1952 nach Abschluss ihres Medizinstudiums im Alter von 31 Jahren als Assistenzärztin gekommen. Schon bei ihrer ersten Kommunalwahlkandidatur 1956 wurde sie auf der SPD-Liste in den Biberacher Gemeinderat gewählt, wo sie viele Jahre lang die einzige Frau blieb. 1962 trat sie der Partei auch bei. Über mehrere Wahlperioden hinweg war Dr. Erika Frank 2. ehrenamtliche OB-Stellvertreterin, auch dies war damals noch ungewöhnlich für eine Frau. Bis 1984 war sie im Gremium, ebenso wie im Kreistag, dem sie seit 1965 angehört hatte, ebenso als damals erste Frau. Neben ihrem Sitz im Krankenhaus- und Sozialausschuss des Kreistags nahm sie auch die Zusatzaufgabe als dritte ehrenamtliche Landratsstellvertreterin an.

Ein Höhepunkt für Biberach und für Erika Frank war am 18. April 1972 der Besuch von Bundeskanzler Willy Brandt auf dem Biberacher Marktplatz. Als SPD-Kandidatin für die Landtagswahl im selben Jahr hielt sie dort vor zehntausenden Menschen eine viel beachtete Rede und verpasste den Einzug ins Parlament nur knapp.

Für ihr politisches Wirken erhielt Erika Frank 1981 die Ehrenmedaille des SPD-Ortsvereins, 1982 das Bundesverdienstkreuz und 1984 die Bürgerurkunde Biberach. In einer Kurzbiografie über sie im Webauftritt des Landkreises heißt es unter anderem: „Erika Frank gehörte nicht zu denen, die sich selbst am liebsten reden hören. Sie hörte zu und argumentierte für gegenseitiges Verständnis und gute Entscheidungen jenseits aller Parteigrenzen. Sie tat viel für das politische und menschliche Klima während der Sitzungen. Zwei auf ihren Antrag verabschiedete Beschlüsse gelten noch heute: das Rauchverbot im Ratssaal – das sogar der „Bild“-Zeitung einen Titel wert war und die Vesperpause.

Erika Frank war nicht nur ein politischer Mensch. Sie war für ihre Patienten eine engagierte und aufopfernde Ärztin, ihren drei Söhnen, von denen einer, Gyjho, ein international anerkannter Künstler ist, war sie eine liebevolle Mutter und ihren vielen Freunden eine Partnerin mit vielfältigen kulturellen Interessen. Sie versäumte bis zuletzt kein Biberacher Schützenfest, kein wichtiges Ereignis in ihrer Wahlheimatstadt. Da fuhr sie ganz schnell von Überlingen, wohin sie 1997 gezogen war, nach Biberach, wo sie - nach eigenen Worten – ‚bei guten Freunden immer ein Nachtquartier‘ fand.“

Im Alter von 94 Jahren schlief sie vergangenen Dienstag am Bodensee im Kreise ihrer Familie sanft ein. 

 

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